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Warum Eltern-Kind-Musik so wertvoll ist
Musik verbindet, berührt und fördert auf erstaunlich vielen Ebenen. Als ehemalige Therapeutin, die heute als Musikpädagogin an unserer Musikschule arbeitet, darf Silke Moschner-Schubert täglich erleben, dass das gemeinsame Musizieren in der Eltern-Kind-Musik viel mehr als eine fröhliche Freizeitbeschäftigung ist. Die wichtigsten Aspekte hat sie im folgenden Bericht festgehalten:
Wenn Eltern und Kinder gemeinsam Musik machen, entsteht aus Tönen, Rhythmen und Bewegung ein Erfahrungsraum, in dem kindliche Entwicklung sich entfalten kann. Sprache, Motorik, Wahrnehmung, Emotion und soziale Kompetenzen werden auf spielerische Weise angeregt und gefördert. In der musikpädagogischen Arbeit erlebe ich, wie Musik Körper, Geist und Seele gleichermassen anspricht und ganzheitliche Entwicklung unterstützt.
Kleine Töne, grosse Wirkung
Das Hören einfacher Klänge schult die Wahrnehmung und Aufmerksamkeit und regt das Gehirn an. Kinder lernen Unterschiede in Tonhöhe, Tempo und Lautstärke zu erkennen. Beim rhythmischen Klatschen oder Spielen einfacher Instrumente wird die Feinmotorik und das Reaktionsvermögen trainiert. Bewegen zur Musik schult das Körperbewusstsein und die Motorik. Gleichzeitig entwickelt sich das Gefühl für Rhythmus und Struktur, Grundlagen für Konzentration und Lernen.
Auch die Sprachentwicklung profitiert enorm: Lieder, Reime und Wiederholungen bilden eine ideale Grundlage, um Sprachrhythmus und Artikulation zu trainieren und den Wortschatz zu erweitern. Kinder erleben Musik mit dem ganzen Körper – und genau diese Verknüpfung zwischen Hören, Bewegen und Fühlen sorgt dafür, dass sie Sprache lebendig begreifen.
Emotionales und soziales Lernen
Einen besonders wertvollen Beitrag leistet Musik für das emotionale und soziale Lernen. Wenn Eltern und Kinder gemeinsam singen oder tanzen, entsteht ein Moment echter Verbundenheit. Musik fördert Empathie, Achtsamkeit und Vertrauen – Kinder erleben Resonanz, spüren: ich werde gehört, ich bin wichtig. Diese gemeinsamen Erlebnisse schaffen Sicherheit und stärken die Beziehung – Fundament für die frühe Entwicklung.
In der Eltern-Kind-Musik geht es nicht um Leistung, sondern um gemeinsames Erleben. Elementare Musikpädagogik verbindet alle Entwicklungsbereiche und öffnet Erfahrungs-räume, in denen Kinder sich entfalten können – offen, freudvoll, kreativ und mit allen Sinnen.
Ich bin dankbar, Familien und ihre Kinder im Musikunterricht begleiten und wachsen sehen zu dürfen.
Silke Moschner-Schubert
Elementare Musikpädagogin
Hinweis: Die neuen Eltern-Kind-Musikkurse der Musikschule starten im August 2026.